Internationaler Frauentag
Christa Brämsmann setzt sich seit Jahren für Frauen ein. Seit Jahren arbeitet sie in Osterholz-Tenever und arbeitet für und mit Frauen. Selber sagt die Bremerin über Ihren Job: "Ich liebe meine Arbeit weil ich eigene Ideen einbringen kann, Frauen kennenlerne und Menschen ohne Worte verstehe".
Video: Bremer Frau des Jahres 2013
Einstellungen, Infos und Kommentare
Christa Brämsmanns Herz schlägt für die Menschen in Osterholz-Tenever, vor allem für die Frauen. Seit 25 Jahren arbeitet die Sozialpädagogin im Stadtteil. Sie leitet das Mütterzentrum und hat viele Beschäftigungsprojekte aus dem Boden gestampft: den Second-Hand-Shop, das Internetcafé, das Café Gabriely, die Nähwerkstatt. Allesamt Projekte, in denen Frauen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chance haben, ihren Lohn und Brot bekommen und aus ihrer Isolation heraus kommen. Die Frauen sollen Wertschätzung bei ihrer Arbeit erfahren. Dabei achtet die "Bremerin des Jahres 2013" auch auf die Kulturenvielfalt der Herkunftsländer der Frauen, die sie einstellt. Deswegen veranstaltet sie regelmäßig interkulturelle Feste: russisch, iranisch oder ghanesisch. Hauptsache es ist lebendig.
Wenn die 58-Jährige in einen ihrer Läden geht, kennt sie fast jeden Kunden. Auch wenn viele immer noch Vorurteile gegenüber den Menschen aus Stadtteilen wie Osterholz und Tenever haben, mag sie es dort und möchte sich weiter stark zeigen: "Die Menschen die hier leben wollen einfach nicht aus der Sozialhilfe raus, die sind nicht in der Lage ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, solche Sachen ärgern mich".
Doch es geht auch anders: Im Jahr 2011 hat das Mütterzentrum 23 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für Frauen geschaffen. Seit dem letzten Jahr arbeiten die Frauen jedoch nur noch als so genannte Injobberinnen, also ohne Sozialversicherung. Das bedauert Christa Brämsmann sehr. Die Projekte werden in erster Linie über Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds finanziert, auch über Spenden von Sponsoren. Auch ihre eigene Stelle muss von Jahr zu Jahr neu bewilligt werden, so Brämsmann.
Doch unterkriegen lässt sich die Bremerin nicht. Schon plant sie ein neues Projekt: LKW-Führerschein für Frauen aus Osterholz-Tenever. Das mache diese mobiler und erhöhe ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt, sagt sie. Christa Brämsmann ist umtriebig. Sie organisiert Bildungsangebote und Berufsberatung, macht Maskentheater, arbeitet mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen zusammen, die im Stadtteil Jugend-Projekte wie "Afrika kommt", "Polski Blues" oder "Iolanta" in Szene setzt. Sie spendet Nähmaschinen und Computer für ein Dorf in Ghana, sammelt Geld für einen Brunnenbau. Zusammen mit den Frauen vom Mütterzentrum.
Mütterzentrum Osterholz-Tenever
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