Grippe-Saison
Gestern noch auf dem Crosstrainer im Fitnessstudio, heute flach im Bett. Die Grippe kommt mit Wucht. In nur wenigen Stunden kann die Influenza zu hohem Fieber, Schüttelfrost und auch Gliederschmerzen führen. Harmlose Erkältung oder Grippe? Wann muss ich zum Arzt und wie kann ich mich schützen? Wir beantworten wichtige Fragen.
Jeden Winter nach dem Jahreswechsel schwappt die Grippewelle durch Deutschland.
Grippewelle im Land Bremen, [3:13]
Interview mit Werner Wunderle vom Gesundheitsamt
Eine harmlose Erkältung kündigt sich oft durch Halsschmerzen an. Innerhalb von Tage kommen dann Husten, eine verstopfte Nase und vielleicht auch Schmerzen dazu. Die Grippe dagegen kommt mit Macht, von einem auf den nächsten Moment. Wen es erwischt, der fühlt sich sofort richtig krank. Zu den Symptomen der echten Grippe gehören:
Die normale Erkältung erreicht ihren Höhepunkt meistens nach zwei, drei Tagen. Nach einer Woche verschwindet sie wieder. Es kann aber durchaus auch länger dauern. Die Grippe ist hartnäckiger. Teilweise kann es bis zu Monaten dauern, bis man sich wieder richtig fit fühlt.
Oft ist die Grippe nur schwer von einem grippalen Infekt zu unterscheiden. Dazu kommt, dass die Krankheit von Patient zu Patient anders verlaufen kann. Grundsätzlich gilt: Wer einen Verdacht hat, es könnte sich um eine Grppe handeln, sollte schnell zum Arzt. Zwar helfen gegen die Viren keine Antibiotika, aber es gibt Medikamente, die dabei helfen, dass die Krankheit nicht so lange dauert. Dafür müssen sie aber schnell eingenommen werden. Ansonsten gilt: Vertrauen Sie Ihrem Immunsystem. Damit die eigene Abwehr gut funktioniert, ist Bettruhe angesagt. Auch nachdem das Fieber verschwunden ist, empfehlen Fachleute noch ein paar Tage länger im Bett zu bleiben.
Vor allem Schwangere, chronische Kranke und ältere Menschen sind besonders gefährdet, weil ihr Immunsystem die Krankheitserreger nicht so gut abwehren kann. Dazu kommen Kinder und Jugendliche. Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt diesen Gruppen, sich impfen zu lassen. Auch Menschen, die durch ihren Beruf viel Kontakt zu anderen haben, können sich anstecken oder das Virus weitergeben. Dazu gehören Ärzte, Krankenschwestern, Bankangestellte oder auch Lehrer. Auch Säuglinge und Kleinkinder, bei denen das Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt ist, sind stärker gefährdet.
Karte zu Grippeschwerpunkten in Deutschland
Informationen vom Robert-Koch-Institut (RKI)
Die Grippeviren verbreiten sich über die sogenannte Tröpfcheninfektion. Das heißt, durch Niesen oder Husten. Wer die Viren einatmet, infiziert sich. Sie können aber auch über direkten Kontakt übertragen werden. Tückisch ist der Grippevirus, weil er besonders bei kaltem und trockenem Wetter längere Zeit außerhalb des Körpers überleben kann. Türklinken, Tastaturen oder Spielzeug werden so zum Sammelplatz für Grippeviren.
Einen einhundertprozentigen Schutz vor Grippe gibt es nicht. Allerdings kann man mit einer Impfung vorbeugen. Die beste Zeit dafür ist zwischen Oktober und Dezember. Wer sich ansteckt, hat oft schlicht und einfach Pech. Denn es kann schon das Anfassen einer mit Türklinke reichen, an der sich Viren befinden. Ein kurzes Berühren von Mund oder Nase, und schon ist es passiert.
So schützt man sich selbst:
So schützt man andere:
(Quelle: Robert-Koch-Institut)
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