Endlich Urlaub!
Mit dem Rucksack durch ursprüngliche Urwaldlandschaften wandern, eine Bildungsreise auf den Spuren bedeutender Persönlichkeiten oder eine Pauschalreise "all inclusive". Die Auswahl an Reisemöglichkeiten ist inzwischen nahezu unüberschaubar und das Reisen hat sich sehr gewandelt. Ursprünglich war es der intellektuellen und wirtschaftlichen Elite vorbehalten, fremde Länder und Kontinente zu erkunden. Heutzutage hat jedoch fast jeder die Möglichkeit, auf die Reise zu gehen – sei es, um aus dem Alltag zu flüchten, einfach mal abzuschalten oder andere Kulturen kennenzulernen. Doch wie fragil ist eigentlich dieses zeitlich begrenzte Glück, und was hat es mit der Lebensrealität des Alltags zu tun?
Umfrage: Vom Sinn des Reisens (von Torsten Tullius), [0:32]
Umfrage: Unvergessliche Reiseerlebnisse (von Torsten Tullius), [0:56]
Der ursprüngliche Sinn des Reisens war es, sich mit sich selbst zu konfrontieren und neue Horizonte zu entdecken. Eine gute Reise sollte das eigene Leben auch ein bisschen ändern. Das sagt Peter Vollbrecht. Er leitet und organisiert so genannte "Philosophische Reisen", in denen er sich mit den Teilnehmenden auf die Spuren bedeutender Persönlichkeiten begibt. Im Gespräch nimmt er Bezug auf die Reiseaktivitäten Goethes und Nietzsches und erläutert, warum das eigentliche Ziel des Reisens heutzutage so häufig in Vergessenheit gerät.
Tobias Nagorny im Gespräch mit Peter Vollbrecht, [14:22]
Philosophiereisen bei "Zeit Reisen"
Der Journalist und Autor Wolfgang Büscher wollte Amerika einmal anders kennenlernen. So lief er von den schneebedeckten Prärien im Norden bis zur Grenze Mexikos im Süden des Landes. In drei Monaten legte er insgesamt 3500 Kilometer zurück. Dabei ging es ihm nicht um die konditionelle Herausforderung, sondern um ein besseres Verständnis für Land und Leute. Im Gespräch erzählt er, inwiefern ihn nicht nur die Freundlichkeit der Menschen, sondern auch die gigantischen Ausmaße des Landes beeindruckt haben.
Tobias Nagorny im Gespräch mit Wolfgang Büscher, [17:17]
Drei Monate verbrachte der Schriftsteller Matthias Politycki ("In 180 Tagen um die Welt", "Jenseitsnovelle") in London. Zunächst hatte er Angst vor dieser Metropole mit ihren knapp acht Millionen Einwohnern. Doch im Laufe seines Aufenthalts lernte der Autor die Stadt kennen und schätzen. "Nur nicht stehen bleiben!" lautete sein Motto und so entdeckte er diese Patchwork-Stadt mit den zahlreichen Nationalitäten und einer Themse, die aufgrund ihrer vielen Biegungen eine Orientierung nicht immer leicht machte.
Tobias Nagorny im Gespräch mit Matthias Politycki, [10:04]
Silke Behl im Gespräch mit Matthias Politycki, [4:27]
Buchtipps:
- Politycki, Matthias (hrsg.): London. Signale aus der Weltmaschine, Verlag Corso, 160 Seiten, 24,95 Euro
- Politycki, Matthias: London für Helden. The Ale Trail – Expedition ins Bierreich, Hoffmann und Campe, 96 Seiten, 18 Euro
- Politycki, Matthias: London für Helden. The Ale Trail – Expedition ins Bierreich, Hörbuch gelesen von Peter Lohmeier, Verlag Antje Kunstmann, ca. 60 Minuten, 14,95 Euro
weitere Buchtipps:
- Blinda, Antje/ Orth, Stephan: Sorry, Ihr Hotel ist abgebrannt. Kurioses aus dem Urlaub, Hörbuch, DAV, ca. 66 Minuten, 12,99 Euro
- Flamm, Stefanie/ Stöbener, Dorothée: Die Reise meines Lebens. Vom Glück des Unterwegsseinns erzählen, Verlag Corso, 125 Seiten, 19,90 Euro
- Kracht, Christian: Der gelbe Bleistift: Reisegeschichten aus Asien, dtv, 192 Seiten, 8,90 Euro
- Stöbener, Dorothée (hrsg.): Reisehits: Wenn Ohrwürmer den Weg weisen, Verlag Corso, 113 Seiten, 19,90 Euro
Seit 1969 war sie auf der Transatlantikroute zwischen Southampton und New York im Einsatz: Die "Queen Elizabeth 2" der britischen Cunard-Reederei. Sie galt als das schnellste, sicherste und eleganteste aller Passagierschiffe. Doch nach 35 Jahren wurde sie von der "Queen Mary 2" abgelöst. Heute liegt der Luxusdampfer in Dubai und wird dort zu einem Hotel umgebaut. Gudrun Boch war eine der 15.000 Passagiere auf ihrer letzten Fahrt im Mai 2004.
Die letzte Linienfahrt der Queen Elizabeth II (von Gudrun Boch), [7:00]
Eine Seefahrt ist nicht immer lustig. Manche Menschen haben Heimweh, einen Schicksalsschlag hinter sich oder beschließen gar, auf ihrer letzten Reise zu sterben. Damit sie eine Möglichkeit haben, über ihre Sorgen und Nöte zu sprechen, begleiten katholische und evangelische Seelsorger Kreuzfahrtsschiffe in aller Welt. Der Dominikaner-Pater Bernhard Venzke ist einer von ihnen. 170 Tage im Jahr ist er auf hoher See unterwegs und steht dabei Christen, Muslimen und Atheisten Rede und Antwort. Doch seine Anwesenheit stößt bei manchen Bordgästen auch auf Ablehnung.
"Seelsorge auf dem Traumschiff" (von Susanne Mack)
Buchtipp:
Venzke, Bernhard: Viel Meer … als eine Kreuzfahrt. Das Tagebuch eines Traumschiff-Seelsorgers, St. Benno Verlag, 214 Seiten, 9,95 Euro
Im zweiten Kapitel des Buches Genesis in der Bibel heißt es: "Gott, der Herr, ließ aus dem Ackerboden allerlei Bäume wachsen, verlockend anzusehen und mit köstlichen Früchten, in der Mitte des Gartens aber den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse." Dieser Garten Eden ist seit jeher die Versinnbildlichung des Paradieses. Der Religionswissenschaftler Christoph Auffarth erklärt Hintergründe.
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