Neue Leitstelle
Mit der Tagung sei man einen entscheidenden Schritt vorangekommen, sagen die Seenotretter. Denn jetzt gehe es in die Detailplanung. Die Rettungsleitstelle soll möglichst schon im Sommer 2012 ihre Arbeit aufnehmen. Erst am 26. Januar war es im Windpark "Bard Offshore 1" zu einem schweren Arbeitsunfall gekommen. Ein Mitarbeiter war ins Meer gestürzt.
Die geplante Notfall-Leitstelle soll Rettungseinsätze in den Windparks künftig besser koordinieren und bei den Seenotrettern in Bremen angesiedelt werden. "Langfristig ist dort mit 60 neuen Arbeitsplätzen zu rechnen", sagte Kapitän Udo Helge Fox von den Seenotrettern. Er ist Leiter des Rettungsdienstes und Mitglied der Geschäftsführung. Bis zu zehn Leute müssten in der neuen Leitstelle rund um die Uhr im Einsatz sein. Das Havariekommando des Bundes mit Sitz in Cuxhaven ist als Aufsichtsbehörde der Leitstelle im Gespräch.
Noch zu lange Wege bis zum Einsatzort
Häufig dauere es noch zu lange, bis Einsatzkräfte bei einem Unfall vor Ort sein könnten, wurde bei dem Expertentreffen in der Zentrale der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) deutlich.
Eine Arbeitsgruppe soll nun unter anderem konkretisieren, wie und wann ein Pool mit Rettungsschiffen und -hubschraubern gebildet werden kann. Auch über eine mobile Einsatztruppe, die auf See stationiert werden könnte, ist bereits beraten worden.
Windkraft-Unternehmen wollen Leitstelle finanzieren
Vorgesehen ist, dass die beteiligten Windkraft-Unternehmen die Kosten für die Leistelle zur Verfügung stellen. Das sind nach Angaben der Seenotretter jährlich bis zu zehn Millionen Euro. Die Betreiber der Windparks hätten aber erkannt, dass diese Investitionen in die Sicherheit nötig seien. Wenn man davon ausgehe, dass auf See bis zu 100 Windparks entstünden, seien das an jährlichen Kosten 100.000 Euro für einen Park. Für dieses Geld könnten die Betreiber keinen eigenen Rettungsdienst vorhalten, erklärt Fox. Es gehe nun noch darum, wie die Kosten fair auf die einzelnen Beteiligten verteilt werden.
60 neue Arbeitsplätze sollen durch die neue Rettungsleitstelle entstehen.
Einzelne Rettungskonzepte sollen vereint werden
Die Experten rechnen damit, dass innerhalb der nächsten zehn Jahre bis zu 1.000 Mitarbeiter dauerhaft in Windparks auf hoher See arbeiten werden. Dadurch werde auch die Wahrscheinlichkeit von Unfällen immer größer.
Es sei dringend notwendig, die bisher vorliegenden Rettungskonzepte der Windkraft-Unternehmen schnell in einer privat finanzierten Notfallleitstelle zu bündeln, waren sich die Teilnehmer der Tagung einig. "Ich habe mich darüber gefreut, dass das so positiv aufgenommen worden ist. Denn trotz aller Schwierigkeiten ist das, glaube ich, der richtige Weg, denn bis wir vielleicht auch Klarheit haben zwischen Bund und Ländern, was Zuständigkeiten angeht, verstreicht einfach zu viel Zeit." Fox geht davon aus, dass im Sommer zunächst mit einem provisorischen Betrieb begonnen werden kann. Dieser solle dann in den darauf folgenden Monaten nach und nach ausgebaut werden.
Warnung vor Sicherheitslücken
Seenotretter und Havariekommando hatten im Vorfeld der Tagung vor Sicherheitslücken bei Unfällen in Offshore-Parks gewarnt. Neben zahlreichen praktischen Fragen sei die Zuständigkeit nicht geklärt, hieß es. Es drohe ein Wildwuchs von Notfallplänen. Die Betreiber müssten zwar Schutz- und Rettungskonzepte vorhalten, diese seien aber nicht Bestandteil der Genehmigung von Windpark-Projekten. Dazu gehört auch die Ausbildung von Mitarbeitern in Offshore-Trainingszentren wie zum Beispiel in Bremerhaven. Hier üben die Teilnehmer beispielsweise, sich aus Hubschraubern auf Plattformen abzuseilen.
Notfallleitstelle für Offshore-Windparks geplant: Beispiel "Bard Offshore 1", [3:51]
Beitrag von Bernd Klose
Windpark-Unfall: Suche soll mit Tauch-Roboter fortgesetzt werden
Meldung vom 27. Januar 2012
Rettungseinsätze in Offshore-Windparks
Nordwestradio vom 8. Dezember 2011
Sommerzeit – Badezeit
Kaum wird es sommerlich warm, zieht es Mensch ins Wasser. Doch wo kann man in Bremen und Umgebung baden? Wir stellen die besten Freibäder, Badeseen und Badeorte in der Weser vor. Mehr...
Schauplatz Nordwest
Der Nordwesten ist voller Geschichte und Geschichten. Wir erklären, was hier geschah, was in Namen erhalten ist, woran sich viele irgendwie erinnern, aber doch nicht so genau wissen. Mehr...
Rund ums Radfahren
Radio Bremen berichtet regelmäßig über das, was täglich Hunderttausende im Nordwesten tun: Fahrradfahren. Besonders spannend war unser Aufruf an Sie: "Muss bei den Bremer Radwegen nachgebessert werden?" Mehr...
Migration in Deutschland
Das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven ist seit 2005 das Museum zum Thema Auswanderung. Ab 22. April zeigt es auch die Einwanderung nach Deutschland. Mehr...
Plattdeutsch für alle:
Als App, als Quiz, im Radio!
Wat dem eenen sin Uhl, is dem annern sin Nachtigal! Wat bidde?? Ihr habt kein Wort verstanden? Dann solltet ihr aber langsam anfangen zu üben! Denn seien wir doch mal ehrlich: Was ein waschechtes Nordlicht ist, muss doch wenigstens ein Mindestmaß an heimischem Dialekt können. Das finden wir jedenfalls und machen euch deshalb im neuen Jahr fit in Sachen Plattdeutsch! Mehr...
Welcher Funkhaus-Europa-Song ist das?
Sie lieben unsere Musik? Sie können Lippen lesen? Und Sie wollen gewinnen? Dann sind Sie genau richtig bei "Das Stumm-Sing". Auflösung immer am Freitag in Café Mondial. Mehr...
Stimmt's oder stimmt's nicht?
Mitspielen und gewinnen: Europa verbirgt viele skurile Geheimnisse: Wir stellen drei Behauptungen auf, und Sie entscheiden sich für "Stimmt" oder "Stimmt nicht". Mehr...
Die Ketten-Serie "Wer kennt wen?"
Bremen ist zwar eine Großstadt, aber doch so klein, dass irgendwer – über fünf Ecken – immer jemanden kennt, den man selbst auch kennt. Aber: Wer kennt eigentlich wen, woher und warum? Das Radio-Bremen-Magazin buten un binnen wagt sich ins Abenteuer... und wer weiß, wen wir dabei alles so kennenlernen. Mehr...
Jetzt läuft
Vorfahrt für Radler
Immer mehr Radfahrer bevölkern Bremens Straßen. Politisch gewollt vom Senat, die den Radverkehr weiter fördern will. Doch Fußgänger und Autofahrer fühlen sich bedrängt. Mehr...
Verwaltete Welt
Von der Wiege bis zur Bahre - diverse Ämter ordnen, verwalten, regeln unser Leben. In dieser Sendung fragen wir uns, warum wir in einer verwalteten Welt leben müssen - mit all ihren skurrilen Auswüchsen. Mehr...
27. Mai, 11:05 Uhr | Nordwestradio
Verwaltete Welt
Von der Wiege bis zur Bahre - diverse Ämter ordnen, verwalten, regeln unser Leben. In dieser Sendung fragen wir uns, warum wir in einer verwalteten Welt leben müssen - mit all ihren skurrilen Auswüchsen. Mehr...
27. Mai, 11:05 Uhr | Nordwestradio
Zebra Vier
Jeden Sonntag zwischen 8 und 11 Uhr hört ihr bei Bremen Vier unsere Kindersendung "Zebra Vier", mit vielen tollen Experimenten, Infos und Tipps für Kinder und Jugendliche. Mehr...
Wissen-Podcasts
Wissen-Beiträge hören – wann und wo Sie wollen: Hier bieten wir Ihnen jeweils die neuesten Podcast-Dateien zum direkten Download an. Mehr...
Webservices
Wir bieten Ihnen verschiedene Wege, das Programm von Radio Bremen zu empfangen und Möglichkeiten für Sie, mitzumachen: über Podcast, Apps, Soziale Netzwerke, Kommentarfunktionen und mehr. Mehr...