Nazi-Lager Sandbostel
Fast genau 70 Jahre ist das Martyrium von Chasansch Zhanokow her. Im April 1943 starb der Rotarmist vom Nordrand des Kaukasus wie viele andere Soldaten im Nazi-Kriegsgefangenenlager Sandbostel. Seine Frau wusste lange nichts über das Schicksal ihres Mannes, der nur 40 Jahre alt wurde. Bis sie traurige Gewissheit bekam.
Austellung auf dem Gelände der Gedenkstätte Sandbostel
Lange trocknete sie mit einem Taschentuch ihre Tränen. Genau dieses besondere Stück Stoff ist nun in der neuen Dauerausstellung zu sehen, die unter anderen Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) im niedersächsischen Sandbostel im Landkreis Rotenburg eröffnet hat.
Der Sohn des Russen, Zaudin Zhanokow, hat das Taschentuch auf den Spuren seines Vaters vor zwei Jahren nach Sandbostel gebracht. Am Tag der Eröffnung der neuen Dauerausstellung ist der heute 73-Jährige aus der Kleinstadt Argudan in der fernen russischen Republik Kabardino-Balkarien wieder in Sandbostel. "Eine 3.200 Kilometer lange Reise", sagt Gedenkstättenleiter Andreas Ehresmann.
Nicht nur Angehörige suchten in Sandbostel nach ihren Männern, Söhnen,Vätern oder Brüdern. Ein Team von vier Wissenschaftlern hat in mehr als zweijähriger Arbeit erforscht, was an diesem Schreckensort der Wehrmacht passiert ist. Jetzt gibt es nachprüfbare Zahlen. "Geholfen hat uns, dass wir erstmals Zugang zu Archiven in Frankreich, Belgien und Russland hatten", erläutert Ehresmann, der selbst seit Juni 2007 in Sandbostel arbeitet. Dazu bekamen die Forscher kartonweise Material. Dokumentiert ist nun das Schicksal von 313.000 Menschen aus mehr als 55 Nationen, die im Stalag XB interniert und als Zwangsarbeiter eingesetzt wurden.
Der ehemalige britische Militärarzt Hans Engel (97), der das Lager mit befreite, sagte während der Feierstunde, dass die deutsche Nachkriegsgeneration die Nazi-Verbrechen vergessen wollte. Bergen-Belsen sei "die Hölle auf Erden gewesen, Sandbostel das Fegefeuer".
Mehr Informationen zum Thema:
Gedenkstätte Sandbostel eröffnet
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