Bremer Wahrzeichen
Eines von Bremens Wahrzeichen muss saniert werden: Die Wallmühle am Herdentor, eines der am meisten fotografierten Gebäude der Hansestadt, wird in den ersten Novemberwochen instand gesetzt. Die Flügel, die hölzerne Galerie und das Dach müssen repariert und ersetzt werden. Außerdem sollen Teile der Mühlentechnik erneuert werden.
Video: Die Flügel sind ab
Einstellungen, Infos und Kommentare
230.000 Euro wird Bremen die Sanierung des Wahrzeichens kosten. Die städtische Gesellschaft "Immobilien Bremen" hat den Auftrag für die Arbeiten an einen holländischen Mühlenbauer vergeben, der am 8. November die Flügel der Windmühle demontiert hat, damit er im Anschluss ein Gerüst um die Mühle aufstellen kann. Das "im Bauch der Mühle" befindliche Restaurant will seinen Betrieb während der gesamten Bauzeit aufrecht erhalten.
Bildergalerie:
Die Wallmühle verliert ihre Flügel
Die seit 1953 unter Denkmalschutz stehenden Mühle ist die letzte von ursprünglich zwölf Windmühlen, die im 19. Jahrhundert auf den aufgegebenen Bastionen der Wallanlagen rund um Bremen errichtet worden waren.
Der 1833 nach niederländischem Vorbild durch den Mühlenbaumeister Berend Erling gebaute Galerieholländer befindet sich seit 1889 im Besitz der Stadt Bremen. Die Mühle wurde 1898 und 1950 durch Brand und Kriegseinwirkung stark beschädigt und anschließend jeweils wieder hergestellt.
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Die Geschichte der Wallmühle
Für die Sanierungsarbeiten mussten zuerst die so genannten "Jalousie-Klappen" an den Flügeln der Mühle beseitig werden. Am Morgen des 8. November wurden dann mittels eines Teleskopkrans zunächst die Stahlruten und danach die Bruststücke der Mühle sowie die Windrose abgebaut. Während die beweglichen Mühlenteile jetzt in Holland überarbeitet werden, können vor Ort die Sanierung des Dachs und der hölzernen Galerie stattfinden.
Parallel dazu wird die Mühlentechnik im Inneren des Gebäudes überprüft und – wo erforderlich – repariert. Eigentlich sollte die Mühle schon im vergangenen Herbst instand gesetzt werden, nachdem die Flügel schon seit Mai 2011 still stehen. Franz Schnell von der Mühlenvereinigung Niedersachsen Bremen nahm uns damals mit auf das Dach der Mühle: Hier kann man erst kurz die schöne Sicht auf Bremen bestaunen und dann die Mängel an der Mühle:
Die "Keilhölzer" im so genannten "Flügelauge" haben Spiel, wenn sie trocknen, ziehen sich zusammen, sagt der Mühlenfachmann, und können hinunterfallen. Seit 2009 ist hier keine Wartung mehr gemacht worden, deshalb hat Schnelle die Keile schon mal von Hand nachgeschlagen und eine neue Halterung angebracht. Aber auf die Dauer hält das nicht.
Die Mühlenflügel müssen sich nicht nur für die Touristen drehen, sondern auch zum Erhalt der Mühle selbst, die jahrein, jahraus der Witterung ausgesetzt ist. Denn wenn sie sich dreht, kommt das gestaute Regenwasser wieder heraus, so dass das Holz wieder austrocknen kann, erklärt Schnelle. Und das sei besser für die Flügel. Schon bei einer Inspektion im Mai 2011 wurden Sicherheitsmängel an den Flügeln festgestellt:
Das Holz ist marode, vereinzelt hatten sich Schrauben gelöst – auch deshalb, weil ältere Wartungsarbeiten nicht fachgerecht ausgeführt worden sind. Es wurde falsches Holz verwendet, das auch noch lackiert – für eine Mühle ist das "Murks", weil die Feuchtigkeit, die das Holz weich macht, nicht austrocknen kann.
Normalerweise drehen sich die Flügel einmal am Tag, damit die Feuchtigkeit herausgeschleudert wird – auch wenn kein Wind weht. Dann schubbst Franz Schnelle die Flügel per Hand an. Weil die Leisten, an denen die Verschraubungen der Elemente angebracht sind, durch die Feuchtigkeit verfaulten, mussten die Flügel seit Mai 2011, still stehen.
"Immobilien Bremen" hatte damals eigene Fachleute eingeschaltet und eine Sanierung geplant – eigentlich schon für den Herbst 2011, damit die Arbeiten nicht der Außensaison der Gastronomie in die Quere kommen. Wirklich los geht es aber erst jetzt: "Wir haben im Herbst 2011 weitere Schäden gefunden und konnten es deshalb organisatorisch und finanziell nicht früher umsetzen", sagt Hans Preuß von Immobilien Bremen.
Wann sich nach der Fertigstellung aller Maßnahmen die Mühlenflügel wieder drehen, ist gegenwärtig noch nicht absehbar und hängt ebenso wie bei der Demontage insbesondere vom Wetter ab. Vorgesehen ist jedoch, dass sich die Wallmühle spätestens im März 2013 wieder komplett mit allen Flügeln als Fotomotiv anbieten wird.
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