Segler kehren zurück
Mit ihrem Segelschiff "Timpetee" machten sich Anna Maria Sprute und Robert Kirchner im Juli 2011 auf, den Atlantik zu überqueren. Ihr Ziel war die Karibik über die Kanaren und das Kap Verde. Nach einem Jahr sind sie am 1. August 2012 wieder in ihrem Start- und Heimathafen Bremerhaven eingelaufen.
Anna Maria Sprute und Robert Kirchner vor ihrer Abreise in die Karibik.
Bevor es vor 370 Tagen los ging sagte Kirchner: "Das ist eine Strecke, die man gut in einem Jahr machen kann, und das ist die Zeit und das Geld, was ich zur Verfügung habe". Eigentlich war sogar erst eine Welt-Umsegelung geplant, für die war das Geld dann aber doch zu knapp.
Um die Ängste ihrer Verwandten und Freunde zu verringern, bereiteten sie sich gut vor: Alle Wertgegenstände gab es in doppelter Ausführung, damit im Fall eines Piratenangriffs hoffentlich immer einer übrig bleiben würde. Außerdem hatten sie einen großen Koffer voll mit Medikamenten und eine Tonne mit Seenot-Utensilien dabei. Rätselhefte und Malsachen sollten gegen Langeweile schützen.
Auf eventuelle Streitigkeiten konnte sich das Paar natürlich nicht wirklich vorbereiten. Aber die Pädagogin sagte vor der Abreise: "Wir haben wenig Konflikte, sonst würde man sich so eine Reise auch nicht trauen."
Video: Einmal Karibik und zurück
Einstellungen, Infos und Kommentare
Nach 370 Tagen sind die beiden Segler am 1. August 2012 wieder wohlbehalten in ihrem Heimathafen Bremerhaven angekommen. Auf ihrer Reise von ungefähr 11.300 Seemeilen haben sie nicht nur große Wellen erlebt, sondern auch Bekanntschaft mit verschiedenen Tieren, wie zum Beispiel Delphinen und Schildkröten, gemacht.
Wenn man wie beim Segeln so abhängig vom Wetter und Seegang ist, muss man aber auch einige Einschränkungen in Kauf nehmen. Weihnachten zum Beispiel ist ausgefallen. "Wir hatten uns vorgenommen, ein schönes Essen zu machen, aber dann hatten wir an dem Tag so ein Scheiß-Wetter", erzählt Sprute. Das Kochen fiel also wortwörtlich ins Wasser. Allerdings war das nicht immer der Fall, es gab auch genug schönes Wetter und tolle Grill-Feste an weißen Stränden.
Von der Reise nehmen die beiden die verschiedensten Eindrücke mit und können beim besten Willen nicht sagen, was das aufregendste oder beste Erlebnis war: "Toll waren natürlich die Strände und das klare Wasser. Und die vielen netten Leute, die wir getroffen haben", sagt Sprute. Allerdings freuen sie sich jetzt auch wieder auf normale Dinge wie eine Dusche, die Heizung oder auch ein richtiges Bett.
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