Rundfunkrat genehmigt Jahresabschluss 2020

Der Rundfunkrat von Radio Bremen hat am 30. September 2021 auf Empfehlung des Verwaltungsrates den Jahresabschluss 2020 einstimmig genehmigt und den Verwaltungsrat sowie das Direktorium entlastet.

Rundfunkratssitzung
Rundfunkratssitzung bei Radio Bremen am 30. September 2021 Bild: Radio Bremen

Radio Bremen wirtschaftet erfolgreich, macht aber im Pandemie geprägten Jahr einen Verlust. Insgesamt weist der Jahresabschluss 2020 einen Jahresfehlbetrag der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung von 7,145 Mio. Euro aus. Die Gesamterträge lagen 2020 bei 110,5 Mio. Euro, rund 0,8 Mio. Euro niedriger als im Vorjahr.

Yvette Gerner, Intendantin
Radio-Bremen-Intendantin Dr. Yvette Gerner Bild: Radio Bremen | Andreas Weiss

"Gerade während der Pandemie war es Radio Bremen wichtig, die Bürgerinnen und Bürgern regional mit den wichtigsten Informationen aktuell und hintergründig zu versorgen, Kulturschaffenden eine Bühne zu bieten und da Verbindungen zu schaffen, wo Kontakt nicht möglich war. Die daraus resultierenden zusätzlichen finanziellen Belastungen konnten wir ausgleichen und damit insgesamt unsere finanziellen Ziele einhalten", so Radio Bremen-Intendantin Yvette Gerner.

Das Ziel, einen ausgeglichenen Haushalt für die Jahre 2017 bis 2020 vorzuweisen, hat Radio Bremen erfüllt. Mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Beitragsanpassung von 18,36 Euro sollte dieses Ziel auch wieder für die Jahre 2021 bis 2024 gelingen.

Radio-Bremen-Intendantin Yvette Gerner.
Dr. Klaus Sondergeld
Dr. Klaus Sondergeld Bild: Radio Bremen | Matthias Hornung

Auch der Rundfunkratsvorsitzende Klaus Sondergeld verweist darauf, dass das vergangene Jahr Radio Bremen vor große Herausforderungen gestellt hatte. Dies habe auch für die finanzielle Ausstattung gegolten. "Auch Radio Bremen musste in der Pandemie beispielsweise im Verkauf der Werbesendezeiten Mindereinnahmen hinnehmen und das Jahresendergebnis von minus 7,2 Mio. Euro ist auch am Ende einer Beitragsperiode nicht üblich. Dennoch – und dies haben der Verwaltungs- sowie der Rundfunkrat im abgelaufenem Geschäftsjahr im Besonderen kontrolliert – war zu jedem Zeitpunkt die Finanzierung der Aufgaben von Radio Bremen gesichert", so Sondergeld.

"Radio Bremen muss weiter sparsam wirtschaften"

Für Radio Bremen-Intendantin Yvette Gerner hat die Coronapandemie gezeigt, dass die Programme des Senders feste Orientierungspunkte bei der Mediennutzung der Bürgerinnen und Bürger gewesen sind und es auch bleiben werden. "Die Abrufzahlen von butenunbinnen.de, die herausragende Quote des Fernsehregional-Magazins buten un binnen, die gestiegenen Reichweiten bei unseren Hörfunkwellen und die vielen Rückfragen, Anmerkungen und Fragen, die die Redaktionen über Social Media und per Mail erreichen, zeigen uns, welche Bedeutung das regionale öffentlich-rechtliche Programm für die Menschen im Land hat."

Die Intendantin sicherte dem Rundfunkrat zu, dass der Sender auch weiterhin verantwortungsvoll und sparsam wirtschaften werde. "Der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts gibt uns dabei die finanzielle Sicherheit, ein gutes Programm für Bremen, Bremerhaven und die Region machen zu können. Wahr ist aber auch, dass Radio Bremen weiter sparsam wirtschaften muss und strukturell dauerhaft sparen muss", so Yvette Gerner.