Unkraut pflanzen

Unser Parzellist hat sich die Frage nach Gut und Böse gestellt und ist dabei aufs Unkraut gestoßen. Tatsächlich ist das Unkraut nicht mehr und nicht weniger als eine Pflanze. Allerdings steht sie in einem kultivierten Garten meist am falschen Ort. Beispiel: Die Brennnessel. Würde sie einerseits nach ihren Wünschen wuchern dürfen, würde sie flugs Gemüse und Blühpflanzen verdrängen. Andererseits ist sie notwendige Nahrungsquelle für Raupen, bevor sie hübsche Schmetterlinge werden. Brennnesseln sind gesund, und es lassen sich ökologische Dünger und Schädlingsbekämpfungsmittel daraus brauen. Darum kann es sogar sinnvoll sein, Unkraut anzupflanzen. Damit es sich nicht unkontrolliert ausbreitet, schlägt unser Gartenfreund einem großen, 50 Zentimeter tiefen Blumentopf den Boden aus, gräbt ihn ein und pflanzt dort hinein das Wildkrautpflänzchen. So kann es sich über seine langen Wurzeln nicht weiter ausbreiten. Pflanzen, die sich über Samen ausbreiten, sollten direkt nach der Blüte geschnitten werden.
  • Autor/-in:Jens Schellhass
  • Länge:3:04 Minuten
  • Datum:Mittwoch, 19. August 2020
  • Sendereihe:Der Vormittag
  • Beitragsreihe:Der Parzellist
  • Quelle:Bremen Eins

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