So lief der Diversity-Tag bei NEXT

Der Diversity-Tag zum Mitmachen bei Radio Bremen

Beim Diversity-Tag hatte die NEXT-Community die Möglichkeit, dem NEXT-Team bei der Arbeit exklusiv über die Schulter zu gucken und Fragen zu stellen. Bei einer virtuellen Redaktionsführung zeigte Redakteur Dennis Miler den Jugendlichen im Alter vom 15 bis 25 Jahren, wie das NEXT-Team arbeitet. Unter anderem ging es darum, wie man hinter das Mikrofon kommt, ob ein Studium überhaupt sinnvoll ist, wie die Musik für Bremen NEXT ausgewählt wird und warum es wichtig ist, möglichst in diversen Teams zu arbeiten.

In einer Video-Konferenz sitzen Jugendliche und Leute von Bremen NEXT und unterhalten sich. [Quelle: Radio Bremen]
Im direkten Gespräch erzählt das Bremen NEXT Team von seiner Arbeit.

Von der Redaktionsführung ging es direkt ins NEXT-Studio. Dort erklärte Moderatorin Francine Fester den Teilnehmenden, wie sie Themen wahrnimmt: "Ich gehe zum Beispiel ganz natürlich damit um, den deutschen Pass zu bekommen und nicht von Geburt an zu haben. Ich kenne das aus meinem Umfeld und kann darüber auch mit bekannten Rappern im Interview sprechen. Jemand anderes spricht vielleicht ganz andere Themen an." Aus solchen Perspektiven entsteht ein vielfältiges Bild. Dass Vielfalt für Bremen NEXT enorm wichtig ist, bemerkte eine Teilnehmerin beim Diversity-Workshop: "Für mich klingt Bremen NEXT authentisch, als würde man Freunden zuhören. Ich habe das Gefühl verstanden zu werden und dass auch ihr meine Dinge versteht."

Bremen NEXT legt Wert auf Publikums-Dialog

Um die Beziehung zwischen Bremen NEXT und seinem Publikum weiter zu gestalten, ist dem Team der direkte Austausch sehr wichtig. Bremen NEXT ist nicht nur ein Radiosender, sondern genau so in den sozialen Medien sehr aktiv. Ob Instagram, TikTok oder YouTube –beim Diversity-Tag hat Social Media Redakteurin Refiye Ellek erklärt, wie Info-Posts und Memes entstehen. Dabei ist es ihr und ihrem Team wichtig, nicht nur eine Meinung abzubilden: "Wir versuchen so viele unterschiedliche Stimmen wie möglich zu einem Thema zu bekommen und fragen nach. Und wir geben auch die Möglichkeit, mit uns über die sozialen Netzwerkte in Kontakt zu kommen", erzählt sie den Jugendlichen. So bekommt sie direktes Feedback, was der Community gefällt und was nicht. Manchmal kommen Themenvorschläge auch direkt per DM.

Eine Teilnehmerin fragt, wie eigentlich entschieden wird, was gepostet wird und was nicht? Dem Team von NEXT ist dabei der Spagat zwischen Bildungsauftrag und Unterhaltung wichtig: Gepostet wird, was die Community interessieren könnte. Der Wertekosmos ergibt sich dabei aus dem Bremen NEXT Team und aus den Werten der Zielgruppe. Umso besser also, wenn das Team divers ist, stellen Teilnehmenden und die Workshopleiter*innen fest: "Wir geben unser Bestes, Diversität in all seinen Facetten und Formen bei uns im Programm abzubilden; sie ist einer unserer thematischen Grundpfeiler", sagt Dennis Miler, Redakteur bei Bremen NEXT und macht deutlich: "Uns ist es enorm wichtig, sich direkt mit unserer Community über Themen und Inhalte dialogisch auszutauschen. Deswegen schaffen wir solche Möglichkeiten wie beim Diversity-Tag. Das bereichert unsere tägliche Arbeit sehr."

Vielfalt spielt im Alltag eine wichtige Rolle

Ein junger Mann liest einen Info-Flyer mit dem Titel "Diversity-Checkliste" [Quelle: Radio Bremen]
Redakteur Dennis Miler erklärt im Livestream, wie NEXT arbeitet.

Diversität ist nicht nur am 18. Mai im NEXT-Team ein Thema, sondern fast täglich, auch weil NEXT eben ein diverses Team ist. Doch Redakteur Dennis Miler sieht auch, dass NEXT noch mehr tun könnte: "Es wäre besser, wenn wir keinen speziellen Grund mehr haben müssten, über das Thema zu sprechen, sondern dass es einfach irgendwann selbstverständlich ist." Refiye Ellek aus dem NEXT Team fasst das Thema zusammen: "Diversität ist wie ein Muskel, den man immer wieder trainieren muss und den man immer wieder ansprechen muss."Dabei geht es nicht nur um ethnische Aspekte, sondern auch um charakterliche Diversität, bemerkt eine Teilnehmerin im Gespräch.

Den Teilnehmenden hat die dreistündige Backstage-Tour gefallen, besonders dass sie direkt Fragen stellen konnten und ausführliche Antworten bekamen, hat dazu geführt, dass sie jetzt wissen, was alles hinter den Kulissen von Radio Bremens diversester und jüngster Redaktion passiert.