Freitag, 22. Juni 2018
weißer Text "Alltagsmythen - Bremen Vier klärt auf" auf gelbem Grund [Quelle: Radio Bremen] Lupe

Wir klären mit hartnäckigen Alltagsmythen auf.

Alltagsmythen

Bremen Vier klärt auf!

Beim Schielen bleiben die Augen stehen, Kaugummi verklebt den Magen und wer den Teller nicht aufisst, ist Schuld am schlechten Wetter - jeder kennt mindestens eine dieser Alltagsmythen, aber ist was dran an den Geschichten? Wahr oder doch bloß ein Ammenmärchen? Das klären wir ein für alle Mal.


1. Mythos: Fingerknacken schadet den Gelenken

Das werden euch eure Eltern vielleicht erzählt haben und ihr erzählt es euren Kindern, Fakt ist aber: Es schadet weder den Fingern noch den Gelenken.


Durch das Knacken werden lediglich Luftbläschen verursacht, die zwischen den Gelenken platzen.


Ein Arzt in den USA hat 50 Jahre lang jeden Tag zwei Mal nur mit seiner linken Hand geknackt. Als er in Rente gegangen ist, hat er beide Hände untersuchen lassen: Es gab keinen Unterschied zwischen seiner Rechten und Linken.


Wenn ihr trotzdem Schmerzen oder andere Beschwerden beim Knacken habt, solltet ihr dennoch mal einen Arzt konsultieren.


 

2. Mythos: Wer nicht aufisst, sorgt für schlechtes Wetter

Haben wir letzten Sommer alle nicht aufgegessen und deshalb war das Wetter in Bremen so mies? Nö! Hat damit nämlich nichts zu tun. Tatsächlich ist dieses Ammenmärchen auf einen Übersetzungsfehler zurück zu führen.


Es kommt eigentlich aus dem Plattdeutschen und heißt: "Wenn du dien Teller leer ittst, dann gifft dat morgen goodes wedder". Das wiederum bedeutet: ...Dann gibt es "Gutes wieder", da klingt vielleicht so ähnlich wie Wetter, bedeutet aber etwas ganz Anderes.


 

 

3. Mythos: Wunden heilen an der Luft besser

"Kind, nimm mal das Pflaster ab. An der Luft heilt die Wunde doch viel besser" - der Klassiker von Mutti in unseren jungen wilden Tagen, oder? Aber auch wenn Mamas meistens richtig liegen, das ist leider falsch!


Unter einem Pflaster kann die Wunder besser heilen, weil das körpereigene Wundsekret unter anderem verhindert, dass sich Bakterien unter der Kruste bilden. Fehlt das Pflaster, trocknet die Oberfläche der Wunde schnell aus und darunter kann sich eine Schicht aus Bakterien, Schmutz und abgestorbenem Gewebe bilden. Klingt eklig? Ist auch so! Also besser zum Pflaster greifen, auch wenn das nicht so tapfer wirkt...


 

4. Mythos: Nase putzen statt hochziehen

Tatsächlich wird genau andersherum ein Schuh draus: Zu starkes Schnäuzen erzeugt Druck und sorgt nur dafür, dass sich der Schleim in die Nebenhöhlen trägt, die sich dann entzünden. Beim Hochziehen hingegen landet alles im Magen. Dort tut er überhaupt nichts, denn die Magensäure zersetzt ihn. Also: In Zukunft liebe die Nase hochziehen oder zu einer Nasendusche greifen - das ist viel gesünder.


 

5. Mythos: Kaugummi verklebt den Magen

Nein, keine Sorge! Auch wenn KAugummis unter dem Schuh oder in den Haaren schnell mal zu einer klebrigen Angelegenheit werden, dem Magen und euch passiert da nichts. Wenn ihr also beim nächsten Mal versehentlich euer Kaugummi runterschluckt nicht in Panik ausbrechen: Es kommt genau so wieder raus, wie es reingekommen ist.


 

6. Mythos: Die Augen bleiben beim Schielen so stehen

Auch hier können wir Entwarnung geben: Bewusstes Schielen hat keine Konsequenzen, denn die Muskeln, die die Augen bewegen, drehen sich schließlich absichtlich. Hier greift sogar eher das Gegenteil: Wer seine Augen besonders gut verdrehen kann, hat viel Kontrolle über sein Sehvermögen. Ihr könnt also in Ruhe weiter Grimassen schneiden, juhu!






 


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