Samstag, 20. April 2019
Grafik zu Hetze im Netz [Quelle: Imago, Foto: Christian Ohde] Lupe

Wie reagiert man auf Hetze im Netz?

Hetze im Netz

How To: Richtig auf Hetze im Netz reagieren

Hetze im Netz ist oft bewusst provozierend formuliert: Sie setzt auf die ihr häufig folgende Reaktionswelle der Empörung – durch die ihre Sichtbarkeit ungewollt ins Unermessliche steigt. Wir sagen euch, wie ihr am besten darauf reagiert, wenn Schweigen einfach keine Lösung ist.


Sie ist widerlich, engstirnig, sinnlos und verletzend: Manchmal ist Hetze im Netz schlicht nicht von den scharfsinnigsten Menschen formuliert worden und lässt sich mit der Methode "einfach ignorieren" am besten abschmettern.


Manchmal allerdings ist sie auch clever inszeniert, bewusst provozierend und herausfordernd - wie ein aktuelles Beispiel zeigt.


Die Abschiebe-Challenge

Unter dem Hashtag "Abschiebechallenge" animieren sich einige Politiker und Anhänger der rechtsextremen Partei NPD und ein paar andere rassistische Nutzer gegenseitig dazu, ein Bild von sich mit einem Zettel in der Hand zu posten. Auf diesem Zettel nennen sie jeweils Menschen, die ihrer Meinung nach abgeschoben gehören.


Reaktionen vs. Reichweite

Die Gruppe der Rechten, die mitmachen, ist im Vergleich zu den Menschen, die sich darüber empören und mit Kritik und Spott reagieren, mittlerweile sehr klein. Dennoch hat es durch die Welle der Empörung ihre sogenannte Challenge in diverse Schlagzeilen, die Twitter-Trends und zu sehr viel mehr Reichweite und Sichtbarkeit gebracht.


Aber wie reagiert man am besten auf üble Hetze, ohne dem Beitrag oder einer solchen Aktion mehr Aufmerksamkeit zu schenken? Wir sagen es euch:


Lage einschätzen
Fragt euch zuerst: Werdet ihr gerade zu einer Reaktion herausgefordert und zum Verbreitungs-Instrument gemacht? Oder könnt ihr den Beitrag guten Gewissens ignorieren?


Screenshot machen
Wenn ihr zu dem Entschluss kommt, dass ihr weder schweigen könnt, noch das Ganze ignorieren wollt: Teilt nicht den Originalbeitrag, sondern macht einen Screenshot davon und äußert eure Meinung dazu auf der eigenen Seite.


Hashtag etablieren
Gibt es wie im Falle der "Abschiebechallenge" einen Hashtag, unter dem die Hetze verbeitet wird, dann nutzt diesen nach Möglichkeit nicht für eure Kritik. Je mehr User einen Hashtag nutzen, desto wahrscheinlicher wird es, dass er anderen Menschen in den Twitter-Trends angezeigt wird. Besser: Etabliert einen eigenen Gegen-Hashtag und spült diesen durch Nennungen in die Trends.


"Counter Speech" unterstützen
Unterstützt andere argumentative Gegenredner mit eurer vollen Netz-Power, zum Beispiel mit Likes, Shares und Kommentaren. Im Fachjargon nennt sich das "Counter Speech".






 


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