Samstag, 21. Juli 2018
Die App der Sparkasse auf einem Smartphone. [Quelle: Radio Bremen, Foto: Martin von Minden] Lupe

Instant Payment

Überweisen, und zwar sofort!

Geld überweisen und quasi dabei zuschauen, wie es beim Adressaten ankommt? Das geht nun für 50 Millionen Sparkassenkunden, denn die Bank bietet ab jetzt Sofortüberweisungen in Echtzeit an. Keine Verzögerungen mehr? Klingt super - birgt aber insgesamt nicht nur Vorteile.


Zehn Sekunden warten und zack ist die Miete überwiesen: Das ist für 50 Millionen Sparkassenkunden ab sofort Realität. Allein in Bremen können über 430.000 Privat- und Firmenkunden das neue Angebot nutzen. Mit dem "Instant Payment" ist die Sparkasse nach der Hypo Vereinsbank die bundesweit zweite Bank, die den Service anbietet.


 

Wann "sofort" sinnvoll ist

Für Shopping-Fans ist die Sofortüberweisung ein Segen: Ist das Geld schneller da, kommt auch die Ware schneller nach Hause. Ob das dem eigenen Konsum gut tut, muss aber jeder selber entscheiden.


Beim privaten An- und Verkauf gibt Instant Payment Sicherheit. Anstelle beim Autokauf mit den 10.000 Euro in bar anzukommen, kann via Sofortzahlung in kurzer Zeit eingesehen werden, ob der Käufer das Geld tatsächlich angeschoben hat.


 

"Sofort" ist nicht umsonst

Sparkassenkunden können zwar absofort Instant Payment nutzen, umsonst ist der Service aber noch lange nicht. Nutzer müssen pro Überweisung bis zu 99 Cent bezahlen. Der genaue Betrag ist von Institut zu Institut unterschiedlich, sagt Hartmut Schwarz vom Bremer Verbraucherschutz:


"Die Sparkasse München zum Beispiel verlangt zwei Euro für eine Instant Payment-Überweisung. Andere liegen zwischen 50 und 90 Cent. Ich kann nur empfehlen, dass jeder in die Preislisten seines Institutes reinguckt."


Kleckerbeträge zu überweisen macht in der Sofort-Methode also wenig Sinn. Aber auch nach Oben sind Grenzen gesetzt. Höher als 15.000 Euro darf eine Überweisung nicht werden.


Außerdem solltet ihr checken, ob die Bank des Geldempfängers ebenfalls Instant Payment-fähig ist. Denn der Vorgang funktioniert leider nur dann, wenn beide Banken das neue System anbieten.


 

"Sofort" wird die Zukunft

Trotz kleiner Haken, sind sich Experten darüber einig, dass Instant Payment eine Zukunft hat. Irgendwann soll die Sofortzahlung wohl Überweisungen, wie wir sie jetzt noch kennen, ablösen.


Nach der Sparkasse und der Hypo Vereinsbank wollen deswegen auch andere deutsche Banken möglichst schnell nachziehen. Bis zum Jahresende wollen unter anderem die Volks- und Raiffeisenbanken Instant Payment eingerichtet haben. Bei den anderen Banken dauert es noch ein bisschen länger.


Irgendwann soll das System europaweit funktionieren. Aktuell sind erst 22 Banken in zwölf europäischen Ländern aktiv dabei. Wie lange die Entwicklung, weg von der Überweisung und hin zum Instant Payment, dauert, ist noch ungewiss.






 


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