Montag, 19. November 2018
Fahrräder in der Dunkelheit [Quelle: ADFC/Oliver Tjaden] Lupe

Sehen und gesehen werden: Licht an beim Radeln im Dunkeln.

Herbst

Fahrradfahrer: Licht an!

Es ist verdammt dunkel mittlerweile, wenn wir morgens die Räder satteln, um damit zum Kindergarten, zur Schule, zur Arbeit zu düsen. Dabei ist eins unverhandelbar: Ohne funktionierendes Licht wird nicht losgeradelt!


Unterschätzt nicht die Gefahr, dass ihr nicht gesehen werdet - dunkel und unbeleuchtet heißt: unsichtbar!


Aber aufgepasst: Licht ist nicht gleich Licht. Für verkehrstaugliche Fahrradbeleuchtung gibt es - logisch - Vorschriften.


Lampen an: Darauf müsst ihr achten

Fahrradlampe [Quelle: Radio Bremen, Ulrike Kunze]

Das Prüfzeichen findet ihr zum Beispiel direkt auf dem Lampenglas.

1. Prüfzeichen
Das ist meist direkt auf der Lampe leicht erhaben aufgebracht: eine wellenartige Linie, ein K und eine Zahl. Hat die Lampe dieses Zeichen nicht, entspricht sie nicht den Regeln.


2. Kein Blinklicht
Ja, es fällt auf. Ja, es sieht schick aus. Aber: es darf nicht. Eure Lampe ist sogar schon verkehrswidrig, wenn euer Licht die Blinkfunktion überhaupt besitzt.


3. Kapazitäts-Anzeige bei Batterielampen
Wichtig, damit ihr wisst, wie lange die Batterie noch hält und nicht auf halber Strecke im Dunkeln steht.


4. Beleuchtungsstärke: 30 Lux
10 Lux sind die Ansage. Das allerdings ist nicht besonders hell und reicht gerade, um gesehen zu werden. Um selbst gut sehen zu können, braucht ihr eher 30 Lux.


Empfehlenswert sind grundsätzlich akkubetriebene Lampen, denn Batterien sind immer schnell leergelutscht – oder natürlich dynamobetriebene Lampen. Abnehmbare Fahrradbeleuchtung muss übrigens bei jeder Fahrt (also auch tagsüber) mitgeführt werden.


Reflektoren: vorne, hinten, rechts, links

Fahrräder in der Dunkelheit [Quelle: ADFC/lehmkuehler-fotografie.de]

Reflektionsstreifen im Mantel.

Ebenso wichtig: die Reflektoren. Einige davon sind Pflicht, sonst kann bei einer Kontrolle eine Strafe von bis zu 35 Euro fällig werden. Diese hier gehören an jedes Rad:


- ein großer weißer Frontreflektor
- ein großer roter hinten
- gelbe an den Pedalen
- klassische oder moderne Speichen- oder Flankenreflektoren in den Rädern


Tipp: Hände weg von Schnäppchen

Lasst euch nicht von vermeintlichen Schnäppchen locken. Anstecklampen mit Silikonclip oder ähnliche Varianten gibt's oft schon für kleines Geld, sie sind aber häufig keine straßenverkehrstauglichen und geprüften Fahrradlampen, sondern werden ganz gewitzt am scheinbaren Zweck vorbei als "Freizeitleuchten" oder ähnliches angeboten.


Bremen Vier wünscht euch gute und sichere Fahrt!






 


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