Sonntag, 18. August 2019
Quelle: http://www.radiobremen.de/bremenvier/programm/themen/hitzetipps-haustiere100.html

Ein durstiger Schäferhund trinkt aus einem Brunnen Wasser [Quelle: Pixabay] Lupe

Hitzetipps für Haustiere

So schützt ihr Hund, Katze und Co. vor der Hitze

Die hochsommerlichen Temperaturen in Bremen machen nicht nur uns Menschen zu schaffen. Sollten wir wirklich den bisherigen Hitzerekord von 37,6 Grad knacken, dann hecheln auch unsere liebsten Vierbeiner. Anders als wir, können sich (Haus-)Tiere allerdings nicht über die Hitze beschweren. Darauf müsst ihr deshalb besonders achten.


Tierärztin Alexandra Dörnath erklärt, was Hund, Katze und Co. bei der Hitze passieren kann - und wie man sich am besten verhält, damit es gar nicht erst so weit kommt.



Was für eine Gefahr droht den Tieren?

Tabelle mit Lufttemperaturen in °C bei Hitze im Fahrzeuginneren [Quelle: Wirtschaftsgenossenschaft deutscher Tierärzte eG, Grafik: Radio Bremen (sw)]

Alexandra Dörnath:
Tiere können relativ schnell überhitzen und das ist eine lebensgefährliche Situation. Denn: Sie schwitzen nicht, sondern fangen an zu hecheln, um ihre Temperatur zu regulieren. Dadurch haben sie nicht die gleiche Chance wie wir Menschen, wenn sie der Hitze ausgesetzt werden. Gerade das Auto wird für Hunde zu einer tödlichen Hitzefalle. Bei 26 Grad Außentemperatur, sind es im Auto bereits nach fünf Minuten 30 Grad, nach einer halben Stunde bereits 42. Lasst eure Tiere auf keinen Fall im Auto. Wenn ihr bei der Hitze Hunde in Autos entdeckt, informiert die Polizei, sucht euch einen Zeugen und schlagt gegebenenfalls das Fenster ein, um den Vierbeiner zu retten.


Wie kann man sie vor der Hitze schützen?

Alexandra Dörnath:
Man sollte Haustiere bei diesen Temperaturen schlicht nicht der Sonne aussetzen, sondern zum Beispiel überwiegend im Schatten spazieren gehen. Außerdem geht man mit seinem Hund am besten ganz früh morgens und erst sehr spät abends vor die Tür. Mittags sollte man die Vierbeiner bestenfalls zum pinkeln und auch dann nur kurz rauslassen. Denn: Die Hitze droht nicht nur von oben. Gerade Hunde können sich sehr leicht ihre empfindlichen Pfotenballen verbrennen.


Aber Hunde müssen sich doch auch bewegen?

Alexandra Dörnath:
Bei großer Hitze möchte ein Hund normalerweise gar nicht gefordert werden. Der möchte im Regelfall in der Ecke liegen und schlafen. Er ist zufrieden, wenn er früh morgens und abends jeweils eine Stunde ausgeführt wird. Falls es doch eine Rasse ist, die gefordert werden möchte oder ein junger Hund, dann am besten zu geistig fordernden Spielen greifen, die ihn körperlich nicht so auslasten.


Was muss man bei kleineren Nagetieren beachten?

Meerschweinchen im Stroh [Quelle: Pixabay]

Alexandra Dörnath:
Tatsächlich leiden gerade Meerschweinchen, Kaninchen und Co. besonders unter der Hitze. Leider zeigen sie das meist erst, wenn sie bereits kollabiert sind. Da also am besten schon tätig werden bevor es zu spät ist und zum Beispiel Kühlpacks unter den Käfig legen, damit dieser von unten gekühlt wird. Das geht alernativ auch mit Backsteinen oder Sand, den man vorher ausreichend gekühlt hat.


Kommen Fische mit der Hitze klar?

Goldfische im Aquarium [Quelle: Pixabay]

Alexandra Dörnath:
Das hängt ein bisschen davon ab, ob es zum Beispiel ein Kaltwasser- oder Tropenfisch ist. Aber selbst ein Tropenfisch, der sich bei 28 Grad wohlfühlt, ist in einer überhitzten Dachgeschoss-Wohnung nicht mehr gut untergebracht. Auch da der Tipp: Unbedingt kühlen, zum Beispiel über Computer-Ventilatoren oder Kühl-Akkus, die man ins Wasser legt. Übrigens wird es auch im Gartenteich irgendwann eng, denn es steigt nicht nur die Temperatur, auch die Sauerstoffsättigung nimmt ab und die Fische können nicht mehr richtig atmen. Den Teich am besten durch Bäume oder Schirme von der Sonne abschotten, um den Fischen Schatten zu liefern oder mit Eiswürfeln aktiv kühlen.






 


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