Montag, 27. Mai 2019
Drip, perioden app [Quelle: Bloody Health] Lupe

Drip heißt die App, die eure intimen Daten nur auf eurem Handy speichert.

App

Bloody Hell, das gibt's: Intime App ohne Datenverkauf

Mit welcher Bahn wir zur Arbeit fahren, wo wir in der Mittagspause essen oder was wir online bestellen - kein Geheimnis, das Apps nicht kennen, wir nehmen es in Kauf. Auch Apps, die erfassen, wann Frauen ihre Periode haben, ob sie die Pille nehmen, Sex mit oder ohne Kondom haben, gibt es. Und sie erfassen unsere Daten. Die App "Drip" sagt, dass sie das nicht tut.


Bremen-Vier-Reporterin Marina Weidenhaupt erklärt, worum es den App-Macherinnen des Entwicklerteams "Bloody Health" geht.


Inwiefern kann denn überhaupt mit Infos über den Zyklus Geld gemacht werden?


Das interessiert vor allem Firmen und Versicherungen, die die Daten von den App-Machern kaufen, um gezielt Werbung zu schalten, beziehungsweise, um euch als Versichterte besser einschätzen zu können. Aus den Daten, die ihr eingebt, kann man natürlich sehr viel schließen: Wollt ihr oder habt ihr Kinder, seid ihr anfällig für Krankheiten und so weiter. Das sind alles super sensible Infos, die an der Stelle bereitwillig weitergegeben werden.


Das will man natürlich eigentlich nicht - aber gibt es eine Alternative?


Die Alternative kommt jetzt mit "Drip": Sie wird gerade entwickelt von einem Team aus Softwareentwicklerinnen, das Team nennt sich "Bloody Health". Eine der Entwicklerinnen ist Julia Friesel, die von den bekannten Apps genervt war. Sie störte vor allem, dass überhaupt nicht klar war, was mit ihren Daten passierte. Was sie auch nervte: Dass diese Apps häufig ein so klischeehaftes, oft pinkes Design haben, wo sie sich als erwachsene Frau und Nutzerin nicht ernstgenommen fühlte.


Was ist an dieser App anders als an denen, die es schon gibt?


Das Wichtigste zuerst: Sie gibt keine Daten weiter! Normalerweise werden die Daten auf Servern gespeichert, bei "Drip" aber nur auf dem Handy der Frauen. Die Macherinnen müssen die Daten auch nicht verkaufen, denn sie finanzieren sich durch Förderungen von Funds und Spenden. Außerdem ist sie in einem gender-neutralen Design gehalten. Und: "Drip" ist eine Open-Source-App, das heißt, der Code der App ist für alle einsehbar.


Und was kann ich damit genau machen?


Hauptfunktion ist: Periode tracken und dann wissen, wann die nächste ansteht. Theoretisch kann man mit der App auch mit der symptothermalen Methode verhüten, einer Methode, mit der Frauen ihre Fruchtbarkeit bestimmen, indem sie Körpersymptome beobachten. Diese Symptome könnt ihr in der App eintragen, ohne dass ihr Angst haben müsst, dass die Daten weitergegeben werden.






 


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