Streit um Erdogan-Statue auf Wiesbadener Biennale

Als Kunstaktion im Rahmen der Wiesbaden Biennale wurde eine goldene Statue des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan am 27. August mitten in der hessischen Hauptstadt aufgestellt und bereits zwei Tage später wieder abgebaut. Das Ganze sei eine weitere provokante Aktion des Kunstfestivals, sagte eine Sprecherin der Stadt Wiesbaden. Offenbar aber nicht ausreichend als solche gekennzeichnet – viele irritierte Bürgerinnen und Bürger haben im Rathaus angerufen. Die Stadt selbst ist auch von der Aktion überrascht worden. Offenbar wusste niemand, dass es sich um ein Abbild des umstrittenen türkischen Präsidenten handeln würde. Uwe-Eric Laufenberg ist Intendant des Hessischen Staatstheaters in Wiesbaden, dem Veranstalter der Biennale. Er hat in einem Zeitungsinterview gesagt: "Die Kunst muss das, was ist, sichtbar machen. Weil wir dann damit umgehen müssen."
  • Autor/-in:Reza Vafa
  • Länge:5:27 Minuten
  • Datum:Mittwoch, 29. August 2018
  • Sendereihe:Bremen Zwei | Bremen Zwei