Ausstellung

Focke-Museum zeigt "Medienwelten"

Das Focke-Museum zeigt anlässlich des Jubiläums von Radio Bremen eine Sonderausstellung mit Higlights aus 75 Jahren Rundfunkgeschichte.

Achtung: Bitte beachten Sie für die Gültigkeit der Öffnungszeiten die Hinweise auf dem Webseiten des Focke-Museums!

Ausstellungs-Plakat des Focke-Museums
Poster zur Sonderausstellung des Focke-Museums: Medienwelten – 75 Jahre Radio Bremen" bis 9. Januar 2022 Bild: Focke-Museum

Kult-Sendungen, bekannte Gesichter und einprägsame Stimmen

75 Jahre Radio Bremen – wie viele Stunden Fernseh- oder Radiosendung mögen in dieser Zeit produziert worden sein? Es wäre eine interessante Rechenaufgabe, dies herauszufinden. Spannender aber ist es, sich in der Ausstellung zu erinnern: zu sehen und zu hören, welche Highlights das Focke-Museum aus dem großen Radio-Bremen-Archiv ausgewählt hat. Und Sie werden dabei sicherlich auch die ein oder andere Überraschung erleben und staunen, wer seine Karriere bei Radio Bremen begonnen hat.

In der Ausstellung erfahren die Besucher einiges über die Geschichte von Radio Bremen. Von den Gründiungsjahren in der Nachkriegszeit, als das Radio noch das wichtigste Medium für Information und Unterhaltung war – bis zum trimedialen Zeitalter, in dem das Publikum auf unterschiedlichen Plattformen bedient werden möchte.

Auch politische Aspekte zeigt die Ausstellung: Welchen Herausforderungen muss sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk gegenwärtig stellen? Sollten Journalisten Haltung zeigen? Welche Rolle spielt die Digitalisierung? Wie unabhängig ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk? Diese und andere Fragen beantworten Experten in Video-Interviews und regen die Besucher und Besucherinnen zum Austausch an.

Wann nutzen Sie eigentlich welches Medium? Interaktive Stationen in der Ausstellung sollen zum Mitmachen anregen. Hier kann zum Beispiel die eigene "Medienspur" nachgezeichnet werden oder an interaktiven Spielstationen reingehört und reingeschaut werden.

Von der ersten Sendung bis zur Drohnen-Kamera

Es ist eine Ausstellung zum Mitmachen, zum Nachdenken, aber auch einfach zum Schauen und nostalgisch werden. Kuratorin Doreen Franz hat dafür durchaus museale Exponate zusammengetragen: "Wir haben da zum Beispiel ein Flaschenmikrofon aus den Anfangsjahren, das vom Bremer Rundfunkmuseum kommt. Oder der Pausenzeichengeber von Radio Bremen, der diese Erkennungsmelodie spielt, die die älteren Bremerinnen und Bremer eigentlich alle gut kennen. Und die Schwarz-Weiß-Kamera von 1954, mit der ganz lange Rudi Carrell aufgezeichnet wurde."

Und am anderen Ende des Spektrums ist ein Klopapierrollenhalter mit integrierter Smartphone-Ablage ausgestellt: "Das ist einerseits witzig, und andererseits ist es aber schon auch so ein kleiner Fingerzeig. Wie notwendig ist es denn eigentlich, das Smartphone wirklich überall einsatzbereit dabei zu haben", fragt die Kuratorin.

75 Jahre Radio Bremen in einer Ausstellung

Video vom 25. September 2020
Ein altes Mikrofon, auf dem Radio Bremen steht. Zu sehen im Focke Museum.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen