Filmsonntag im Kino

"Osteuropa nach dem Holocaust – vom Verschwinden der Schtetl"

Tür einer halb verfallenen Synagoge
Der Film zeigt Schauplätze einer ehemals reichen jüdischen Kultur in Osteuropa. Bild: Radio Bremen | Christian Herrmann

Sie sind eingeladen am 2. Oktober beim Radio-Bremen-Filmsonntag die beeindruckende Dokumentation kostenlos zu sehen. Die Dreharbeiten fanden kurz vor Kriegsbeginn in der Ukraine statt. Der Film zeigt Schauplätze einer ehemals reichen jüdischen Kultur in Osteuropa, die inzwischen vielleicht schon unwiederbringlich verloren sind. Im Anschluss an den Film können Sie mit den Filmemachern Susanne Brahms und Rainer Krause diskutieren.

Im Fokus der Veranstaltungsreihe "Radio-Bremen-Filmsonntag" stehen aktuelle und zeitlose Dokumentationen, Reportagen und fiktionale Produktionen aus dem Funkhaus an der Weser.

Am Sonntag, 2. Oktober um 11 Uhr, sehen Sie beim "Radio Bremen Filmsonntag" im Bremer Atlantis Filmtheater in der Böttcherstraße die Dokumentation "Osteuropa nach dem Holocaust – vom Verschwinden der Schtetl". Die Vorführung ist für Sie kostenlos.

Reiche jüdische Kultur in der Ukraine

Ein Kriegsziel der Nazis waren die reichen Kornkammern der Ukraine. Dort stießen die Nazis auf Millionen osteuropäische Juden, die in kleinen Städtchen, den Schtetln, oft ein sehr traditionelles, religiöses Leben führten. Noch bevor das systematische Morden in den großen Vernichtungslagern wie Auschwitz begann, ermordeten Sonderkommandos der Nazis in diesem "Holocaust durch Kugeln" rund zwei Millionen Menschen. So die Schätzungen heute.

Die Radio-Bremen-Dokumentation reist zu den letzten Schauplätzen, die noch existieren. Sie stehen für eine ehemals reiche jüdische Kultur, genauso wie für ein monströses Verbrechen. Einige der gezeigten Orte könnten mit Beginn des Krieges in der Ukraine schon unwiederbringlich verloren sein. Es wird nun noch schwieriger werden, das reiche jüdische Erbe in Osteuropa zu bewahren.

Eine Produktion von Blindcat Documentary im Auftrag von Radio Bremen 2022. Gefördert mit Mitteln der Nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH.