3nach9 vom 5. November

3nach9 am 5. November 2021

Bild: Photoselect/Mathias Bothor/Stephan Rabold/URS ART/Guido Werner

3nach9 am 5. November 2021

Judith Rakers und Giovanni di Lorenzo begrüßen

Themen der Sendung

Sendedaten

Sendung:

5. November 2021 um 22:00 Uhr

Serie:

3nach9

Alfons, Natalia Wörner und Ferdinand von Schirach
Bild: Photoselect/Mathias Bothor/Stephan Rabold/URS ART/Guido Werner

Judith Rakers und Giovanni di Lorenzo begrüßten am Freitag, dem 5. November, folgende Gäste: Natalia Wörner, Ferdinand von Schirach, Harald Welzer, Edda Schönherz, Reinhold Beckmann und Alfons.

Natalia Wörner

Natalia Wörner
Bild: Photoselect | Mathias Bothor

Zuletzt schalteten mehr als fünf Millionen Zusehende ein, um sie als Diplomatin in der gleichnamigen ARD-Reihe zu sehen: Die Schauspielerin Natalia Wörner. Die gebürtige Schwäbin ist die Erfolgsgarantin, wenn es um anspruchsvolle Fernsehfilme geht. Ihr neuestes Werk widmet sie allen, die während der Corona-Pandemie in pflegerischen Berufen arbeiten. Ihr Engagement, auch für die Rechte von Frauen, ist der Sympathieträgerin schon in ihrer Kindheit mitgegeben worden. Sie wuchs in einem Mehrgenerationen-Haushalt unter starken Frauen auf. Wie fanden die es, dass die Schulbiografie von Natalia Wörner eher „versprengt“ war – und was genau hat das zu bedeuten? Fragen wir nach - bei 3nach9.

Ferdinand von Schirach

Ferdinand von Schirach
Bild: Stephan Rabold

Seine Bücher: Bestseller. Seine Sprache: fesselnd. Seine Gedanken: klug. Der frühere Strafverteidiger und Autor Ferdinand von Schirach regt immer wieder zum Nachdenken an. Für sein aktuelles Projekt transportiert er die sogenannten „Wormser Prozesse“ für eine TV-Serie in die Gegenwart. In den 1990er Jahren wurden in Worms 25 Personen des massenhaften Kindesmissbrauchs im Rahmen eines Pornorings angeklagt - und schließlich freigesprochen. In dem verfilmten Justizskandal, das Drehbuchautor von Schirach „Glauben“ nennt, wird in den Sozialen Medien bereits die Forderung nach der Wiedereinführung der Todesstrafe für Kinderschänder laut. Ferdinand von Schirach untersucht auf fesselnde Weise, wie man einem mit Vorurteilen und Pauschalisierungen vergifteten Klima kritische Vernunft entgegensetzen kann.

Harald Welzer

Harald Welzer
Bild: S. Fischer | Debora Mittelstaedt

„Man muss rechtzeitig einen Nachruf auf sich selbst schreiben, damit man weiß, wie man gelebt haben will“, sagt einer der streitbarsten Intellektuellen Deutschlands: Harald Welzer. Der Soziologe und Sozialpsychologe macht sich mit viel Witz Gedanken über eine offenere Gesellschaft. Sein Credo: Durch Weglassen und Aufhören können wir unser Leben besser machen. Ob dazu auch eine Vier-Tage-Woche gehört, wie kürzlich in Island getestet, und was seine Idealvorstellung von Leben bedeutet, erklärt uns der Direktor der Futurzwei–Stiftung Zukunftsfähigkeit und Professor für Transformationsdesign an der Universität Flensburg im November bei 3nach9.

Edda Schönherz

Edda Schönherz
Bild: Imago | Fotostand/Meyer

Edda Schönherz war ein Star des DDR-Fernsehens. Als Moderatorin galt sie lange als Aushängeschild des SED-Regimes. Doch sie wurde inhaftiert, nachdem sie sich nach einer Möglichkeit erkundigte, mit ihren Kindern die DDR zu verlassen. Es folgten drei Jahre Haft im berüchtigten Frauengefängnis Hoheneck, in denen sie ihre Kinder nicht sehen durfte und täglicher Folter und Demütigung ausgesetzt war. Zwei Jahre nach der Haftentlassung gelang der Familie schließlich die Ausreise in den Westen - beim Bayerischen Rundfunk arbeitete Edda Schönherz fortan als Moderatorin. Mehr als 40 Jahre ist das nun her, vergessen werden darf es allerdings nie! Edda Schönherz ist eine Frau, die von Deutschland nach Deutschland wollte – darüber berichtet die Zeitzeugin bei 3nach9.

Alfons

Alfons mit dem Püschel-Mikrofon
Bild: URS ART | Guido Werner

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung nennt ihn „der Deutschen liebster Franzose“: Emmanuel Peterfalvi, besser bekannt als TV-Reporter Alfons. Markenzeichen: orangefarbene Trainingsjacke und Puschelmikrofon. Der Kabarettist, geboren in Paris, wurde unlängst mit dem deutsch-französischen Freundschaftspreis der saarländischen Landesregierung ausgezeichnet. Seine Beweggründe, warum er vor genau 30 Jahren nach Deutschland kam, welchen Ratschlag ihm seine Lehrerin Madame Peyrat mitgab und welche Rolle der Concierge im Haus Nr. 13 in der Rue des Lyonnais spielte, erzählt uns der Geschichtenerzähler und Puschel-Philosoph bei 3nach9.

Reinhold Beckmann

Porträt von Reinhold Beckmann
Bild: Beckground | Steven Haberland

Multitalent Reinhold Beckmann: Sportmoderator, Talkshow-Gastgeber, Dokumentarfilmer, Produzent und Musiker – die Interessensgebiete des gebürtigen Twistringer sind vielfältig. Gerade hat der Journalist der lebenden Legende Uwe Seeler ein filmisches Denkmal gesetzt. Uwe Seeler, eine der ganz großen Persönlichkeiten der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland feiert am 5. November seinen 85. Geburtstag und ist schon lange mit Reinhold Beckmann befreundet. Welche Bedeutung „Uns Uwe" für unser Land hat, ob es solche Sportlerpersönlichkeiten heute überhaupt noch gibt und welchen Herausforderungen sich Reinhold Beckmann in unmittelbarer Zukunft stellen wird, berichtet er bei 3nach9.