"Loslassen ist die schwerste Lebensübung, die man jeden Tag aufs neue bewältigen muß" sagt die österreichische Schauspielerin, Sängerin und Buchautorin Erika Pluhar. Kaum zu glauben, "die Pluhar" wird am 28. Februar dieses Jahres 60 Jahre alt und scheidet mit diesem Geburtstag aus dem Ensemble des Wiener Burgtheaters aus, dem sie 40 Jahre lang angehört hatte. Doch das sieht sie nicht nur mit Wehmut. Es bedeutet für sie auch, mehr Zeit für die künstlerische Arbeit haben, der sie sich schon in den letzten Jahren mehr und mehr zugewandt hatte: dem Singen und Schreiben. Ihre Konzerte mit selbstgetexteten Liedern sind ausverkauft, ihre Bücher verkaufen sich in großen Auflagen. Gerade ist ihr neuester Roman erschienen: "Matildas Erfindungen".

Erika Pluhar wurde 1939 in Wien geboren. Nach einer glücklichen Kindheit litt sie als Jugendliche an Magersucht. Nach dem Abitur schaffte sie die Aufnahme ans berühmte Max-Reinhard-Seminar und wurde von der Schauspielschule direkt ans Burgtheater engagiert. Erika Pluhar war auch in Kino- und Fernsehrollen oft als "femme fatale" zu sehen. Nach zwei gescheiterten Ehen lebt die Wiener Künstlerin ganz bewußt nur mit ihrer Tochter, deren Familie und dem Papagei "Gugschi" in ihrem Haus im Wiener Stadtteil Grinzing.

Ein Fernsehteam von RADIO BREMEN hat Erika Pluhar in ihrem Haus besucht und ein Hauskonzert mit Freunden beobachtet, zeigt die vielseitige Künstlerin bei Lesungen und der Premiere eines Konzerts im Festspielhaus St. Pölten, das Erika Pluhar mit Orchesterbegleitung gibt. Die Liedtexte stammen aus ihrer Feder, Komponist und Dirigent ist ihr langjähriger musikalischer Begleiter und enger Freund, Antonio D'Almeida.

In sehr offenen Gesprächen mit der Künstlerin, ihren Freunden und ihrer 88jährigen Mutter fördert die RADIO BREMEN-Autorin Heide Nullmeyer "höchstpersönliches" zutage: über ihre Schauspielerfahrungen und ihre Männerbeziehungen, über das Älterwerden und die Lebensphilosophie "der Pluhar".

Erika Pluhar


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