Düsterer Nordwesten: True-Crime-Podcast "Mord Nordwest" startet

Von wilden Schießereien auf der Bremer Disco-Meile bis zum kaltblütigen Serienmord in Bremerhaven: "Mord Nordwest", der neue und erste Podcast von buten un binnen, lässt abgründige und spektakuläre Kriminalfälle in Bremen, Bremerhaven und Niedersachsen der vergangenen siebzig Jahre wiederaufleben.

Collage aus Zeitungsausschnitten, Foto der beiden Podcast-Hosts Jochen Grabler und Dirk Blumenthal, darauf Schriftzug Mord Nordwest
Bild: Radio Bremen | Josefine Gotzes, Grafik: Christina Loock und Sabina Weinrich

Die siebenteilige True-Crime-Podcast-Reihe startet am 23. Juni 2022 mit einer Doppelfolge. Jeden Donnerstag erscheint eine neue Folge in der ARD Audiothek, auf buten un binnen.de, in der buten-un-binnen App und bei Apple Podcasts.

Collage mit Zeitungsausschnitten, Podcast-Hosts und Schriftzug Mord Nordwest
Bild: Radio Bremen | Josefine Gotzes, Grafik: Christina Loock, Sabina Weinrich

Mord Nordwest – Der True-Crime-Podcast von buten un binnen Leichenteile im Ofen – ein romantisches Wochenende endet tödlich

Autoren:

  • Dirk Blumenthal
  • Jochen Grabler
Bild: Radio Bremen | Josefine Gotzes, Grafik: Christina Loock, Sabina Weinrich
Collage mit Zeitungsausschnitten, Podcast-Hosts und Schriftzug Mord Nordwest

Leichenteile im Ofen – ein romantisches Wochenende endet tödlich

Bild: Radio Bremen | Josefine Gotzes, Grafik: Christina Loock, Sabina Weinrich

Informationen zur Folge

Details

Ein Mann lädt eine Frau zu einem angeblich romantischen Ausflug ein. Am Ende ist die Frau tot. Sie war nicht das einzige Opfer.

Veröffentlicht am: 28. Juli 2022

Audio: Weitere Informationen

Alle Folgen

Alle Folgen
  • Folge vom 28. Juli 2022 Leichenteile im Ofen – ein romantisches Wochenende endet tödlich (Länge: 24:02)
  • Folge vom 21. Juli 2022 Beruf Einbrecher – ein Dieb, der in Rente ging (Länge: 24:38)
  • Folge vom 14. Juli 2022 Noch immer ungelöst – Die Kopfschussmorde in Bremen und Bremerhaven (Länge: 21:52)
  • Folge vom 7. Juli 2022 30 Schüsse, 6 Verletzte – Schießerei auf der Bremer Diskomeile (Länge: 26:34)
  • Folge vom 30. Juni 2022 Ein haarsträubender Justizirrtum – Der Mordfall Carmen Kampa (Länge: 34:56)

Der ehemalige Radio-Bremen-Journalist Dirk Blumenthal reist für den Podcast "Mord Nordwest" in die eigene Vergangenheit, denn er hat viele der Kriminalfälle journalistisch begleitet. Dem Podcast-Host und Leiter der Rechercheredaktion Jochen Grabler erzählt er detailliert und erschreckend, was geschah und was vor Mikrofonen und Kameras unbeachtet blieb.

Jochen hat mal gesagt, ich hätte einen Hang zum Verbrechen, und das stimmt – journalistisch jedenfalls.

Dirk Blumenthal sitzt als Zeuge im parlamentarischen Untersuchungsausschuss der Bremischen Bürgerschaft
Dirk Blumenthal

30 Jahre hat Dirk Blumenthal als Polizei- und Gerichtsreporter bei Radio Bremen über Kriminalfälle berichtet. Er sprach mit Tätern und Opfern, war hautnah im Gerichtssaal dabei. Unterstützt von Original-Interviews aus seinen Filmen, gibt er Einblicke in die Abgründe der menschlichen Seele.

Die erste Folge "Er tötete fast täglich" beleuchtet die Taten des Serienmörders Olaf D., der später als "Oma-Mörder aus Bremerhaven" bekannt wurde. Der Altenpfleger tötete im Jahr 2001 innerhalb von nur zehn Tagen fünf ältere Frauen. Obwohl die Leichen schwerste innere Verletzungen aufweisen, gingen die Ärzte von einem natürlichen Tod aus. In "Mord Nordwest" erinnert sich Dirk Blumenthal an denkwürdige Momente im Gerichtssaal.

Die zweite Folge "Der Tod kam mit der Post" blickt in die 50er Jahre. 1951 schickt der Bombenattentäter, der von Zeugen als "Tangojüngling" im Kamelhaarmantel beschrieben wird, drei Briefbomben. Zwei detonieren und töten den Chefredakteur der Tageszeitung Bremer Nachrichten, sowie eine Angestellte der Marmeladenfabrik Göbber. Dirk Blumenthal hat mit Angehörigen und Zeitzeugen über den Fall gesprochen.

Und in der dritten Folge? "Am längsten und intensivsten hat mich der Fall Carmen Kampa beschäftigt – die dritte Folge unseres Podcasts", so Dirk Blumenthal: "Ein Mädchen wird vergewaltigt und ermordet. Die Polizei ermittelt jahrelang erfolglos. Dann wird doch ein mutmaßlicher Täter verhaftet und verurteilt. Ein haarsträubender Justizirrtum. Das Urteil wird aufgehoben. Die dramatische Neuauflage des Prozesses endet mit Freispruch. Und dann wird die Tat nach mehr als 40 Jahren doch noch aufgeklärt. Da überholt das Leben jeden Kriminalroman."

"Mich hat bei unseren Fällen das Scheitern von Ermittlungen am meisten beschäftigt", so Jochen Grabler: "Mal, weil Ärzte bei der Leichenschau schlampig vorgehen, mal, weil sich Ermittler und Richter allzu sicher sind, den Täter dingfest gemacht zu haben – und hinterher stellt sich das als Fehler heraus. Dass diese Fehler passieren, das ist im Einzelfall manchmal schwer zu fassen – dass es aber im Rechtsstaat gelingen kann, diese Fehler zu korrigieren, das ist doch ziemlich beruhigend."